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Verhagelte Bilanz: Temporärbranche schrumpft

Die Einsatzstunden der Temporärbranche sanken in den vergangenen drei Monaten um 5,7 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Das belegen aktuelle Zahlen des Swiss Staffingindex.
17. März 2020 - PD/MIG

Der Monat Januar alleine betrachtet weist demnach ein Minus von 4,6 Prozent auf. Damit zeigt sich am Temporärmarkt nach wie vor keine Erholung. Hintergrund sind unter anderen die Auswirkungen des Coronavirus.

Im Jahr 2019 leisteten die Temporärarbeitenden 4,5 Prozent weniger Einsatzstunden als im Rekordjahr 2018. Grund für den Rückgang sind der ausgetrocknete Arbeitsmarkt sowie die fehlende Wachstumsdynamik der Schweizer Wirtschaft.

Für Temporärunternehmen wird es schwieriger, Arbeitskräfte zu rekrutieren und diese – auch aufgrund der fehlenden Nachfrage – in den Unternehmen zu platzieren.

 

Langfristig gute Wachstumschancen, kurzfristig politische Risiken

Der Branchenverband swissstaffing blickt dennoch positiv in die Zukunft. «Neue Dienstleistungen wie das HR Management für KMU, sozial korrekt abgesicherte Plattformarbeit für Flexworker sowie die Vermittlung und Anstellung hochqualifizierter Freelancer haben nach wie vor grosses Wachstumspotenzial», erklärt Marius Osterfeld, Ökonom bei swissstaffing. «Das grösste Risiko ist deshalb eine weitere Abschwächung der Konjunktur – sei es durch böse Überraschungen beim Brexit, der Zollpolitik der USA oder eine überraschende Annahme der Begrenzungsinitiative.»

 


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