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Was zeichnet gute digitale Führung aus?

Eine Studie der FHNW und ZHAW zeigt, dass sich in der Corona-Pandemie auch die Anforderungen an Führungspersonen verändert hat.
14. Mai 2020

Die Studie zeigt vor allem auf, dass gute digitale Führung eine zentrale Bedeutung hat. Ein Merkmal guter Führung ist der Einsatz von geeigneten Softwaretools und die Implementierung von grundlegenden Führungsprinzipien. Darüber hinaus zeichnet sie sich dadurch aus, dass trotz «physical distancing» ein empathisches Beziehungsgefüge zwischen vorgesetzter Person und Mitarbeitenden erhalten bleibt.

Zu den grundlegenden Prinzipien effektiver und effizienter Führung gehören vor allem:

  • Klärung der Rollen der Teammitglieder zur Leistungserbringung

  • Klären von Aufgaben und Pflichten der Homeoffice Mitarbeitenden

  • Klären der Einbindung in die betrieblichen Abläufe

  • Gewähren von Freiräumen zum Einbringen von eigenen Ideen

  • Die Anwendung und Wirksamkeit von Prinzipen der digitalen Führung

  • Etablieren von klare Kommunikationsregeln im Umgang mit anderen Gruppenmitgliedern

 

Steigende Anforderungen durch Digital Leadership

Weniger die Arbeitsbedingungen zu Hause (geeignete Arbeitsumgebung, ungestörtes Arbeiten) sind ausschlaggebend für das Wohlbefinden als gute Führung durch die vorgesetzte Person. Führung bedeutet unter diesen Bedingungen, aus der räumlichen Distanz Orientierung und Unterstützung zu geben sowie die Autonomie des Mitarbeitenden zu fördern. Dies stellt neue Massstäbe und Anforderungen an die Führung. Sie wird anspruchsvoller, weil die Mitarbeitenden eigenständiger geworden sind.

 

Klare Kommunikationsregeln

Regeln für die Kommunikation und die Prozesse müssen gemäss der Studie definiert werden, damit die Arbeitnehmenden in die Arbeitsabläufe und Inhalte optimal eingebunden sind.

 

Wunsch nach Autonomie und Homeoffice als Normalarbeitsform

Grosse persönliche Autonomie im Homeoffice und gleichzeitige enge Einbindung ins Team sind für das Wohlbefinden bei der Arbeit zu Hause besonders wichtig. Die gewonnene Autonomie möchten die Erwerbstätigen auch nach der Krise beibehalten. Sollte sich zeigen, dass die Produktivität auch im Home Office sichergestellt werden kann, dann könnte eine allfällige Einschränkung dieser neu gewonnenen Freiheit zu einem Motivationsverlust führen. Es ist darum davon auszugehen, dass der Druck steigen wird, auch nach dem Corona-Shutdown Home Office als gleichberechtigte oder gar als Normalarbeitsform zuzulassen.

 

Mangelnder sozialer Austausch und Quality Time

Gleichzeitig vermissen die Befragten den regelmässigen sozialen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. Die Präsenz am Arbeitsplatz sollte daher vermehrt als Quality Time genutzt werden. On-site Arbeitsmeetings werden auch in Zukunft wichtig bleiben für den Aufbau tragfähiger und belastbarer Arbeitsbeziehungen. Physische Treffen werden zur Quality Time für Kreativmeetings und Innovationsworkshops.

 


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