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Geld ist Wertschätzung

Der 6. Schweizer Vergütungstag in Luzern Ende Oktober stellte sich einmal mehr einem brennenden Thema: „Wir gemeinsam oder jeder für sich - wie führt und vergütet man Teams?“ Eingeladen hatten Matthias Mölleney, Präsident der Züricher Gesellschaft für Personalmanagement (ZGP) sowie Stephan Hostettler, Managing Partner der HCM Hostettler & Company.
10. März 2019 - Claudia Hutter

Es war keine einfache Fragestellung, der sich die rund 125 Teilnehmenden stellten. Hostettler machte deutlich, dass es nicht entscheidend sei, wer in einem Team ist, die Zusammensetzung des Teams mache letztlich den Erfolg aus. „Geld ist eine Form der Wertschätzung für gemeinsame Leistung“, fasste er zusammen. Der Trend geht von „Jeder für sich“ und „Wir nebeneinander“ hin zum „Wir gemeinsam“. Das heisst konkret: Teamarbeit besteht aus mindestens zweien oder mehreren, die im bewussten Zusammenwirken kleinere oder grössere Ziele erreichen.

 

Das Feuer muss brennen

Patrick Cowden, Dozent und Referent, weiss aus eigener Erfahrung, was Organisationen erfolgreich macht. Mit 19 Jahren wanderte er aus seiner Heimat USA nach Deutschland aus, um seinen „German Dream“ zu verwirklichen. Nur mit dem Highschool-Abschluss in der Tasche war er mit Ende zwanzig Millionär und Geschäftsführer einer westdeutschen Landesbank. Er rief energisch dazu auf, das Feuer im Unternehmen immer wieder neu zu entfachen und plädierte für Respekt in jeder einzelnen Begegnung. Eine Vertrauenskultur entsteht gemäss Cowden aus lebendigem Handeln heraus. Jeder einzelne Mitarbeitende verdient es, wertgeschätzt und geachtet zu werden.  

 

Fortlaufende Feedback-Kultur

In fünf Fallstudien zeigten Vertreter aus Unternehmen, wie sie sich mit dem Thema Vergütung auseinandersetzen und wo sie aktuell in diesem Prozess angekommen sind. Es waren dies Kathrin Haag, Personalchefin Mittel- und Osteuropa von SAP, Annewien Hein, Head HR und Markom bei Kendris, Heiko Lambach, Mitglied der Geschäftsleitung von Sensirion, Benno Rüttimann, Leiter HR von Finnova und Claudia Zirn, Personalleiterin Ergon Informatik. Einig war man sich dahingehend, dass die einmal im Jahr stattfindende Benotung anlässlich eines konventionellen Mitarbeitergesprächs endgültig der Vergangenheit angehört. Es braucht heute eine fortlaufende Feedback-Kultur und den regen Austausch im Team.

 

Teamleistung im Spitzensport

Wie trotz hoher Leistungsanforderung und unter enormem Druck Spitzenresultate erreicht werden, zeigte in einem abschliessenden Vortrag Peter Lüthi,  ehemaliger Direktor Nationalmannschaften beim Schweizer Eishockeyverband. Er war mit Eishockeygoalie-Legende Martin Gerber nach Luzern gekommen. Die beiden boten eine emotionale Rückschau auf eine Teamleistung – den Silbermedaillengewinn der Schweizer Nationalmannschaft an der Eishockey-Weltmeisterschaft 2013 im Final gegen Schweden. Ein Karriere-Highlight, das nur dank Teamleistung und klarer Fokussierung jedes Einzelnen auf und neben dem Eis erreicht wurde.

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