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HR Bern - Aufbruch in die Arbeitswelt von Morgen

Das HR-Bern Netzwerk Oberland hat sich an seinem Abendanlass im September sehr aktiv mit neuen Arbeitswelten auseinandergesetzt. Als Referentin war dazu Stefanie Moser von der Firma Trans4m eingeladen. Sie begleitet Transformationsprozesse in Unternehmen und ihr Markenzeichen ist, zügig ins Handeln zu kommen und so Wirkung zu erzielen.
05. März 2019 - HR Bern

Die Teilnehmenden waren bereits zu Beginn eingeladen, ihre konkreten Herausforderungen aber auch bereits gemachte Erfahrungen rund um die neue Arbeitswelt in kleinen Gruppen zusammenzutragen. Im Stile eines „Lean Coffee“ hat die Referentin die verschiedenen Themen strukturiert und die Gruppe abstimmen lassen, welche Themen sie vertiefen möchten. Nicht verwunderlich, dass konkrete Beispiele, wie der Aufbruch seitens HR konkret gestaltet werden könnte, auf ganz besonderes Interesse stiessen.

 

Neue "Spieler" auf dem Markt

Doch in einem ersten Schritt ging es um eine Übersicht über den anstehenden Wandel und um eine Einordnung der Begriffe Digitalisierung, Digitale Transformation und Arbeitswelt 4.0. Dass aktuell Veränderungen unaufhaltbar sind und sich ganze Geschäftsmodelle ändern, zeigte uns Stefanie Moser anhand eines konkreten Beispiels von Mobilitätsanbietern. So kommen Angebote nicht nur mehr von bisher bekannten Unternehmen wie SBB oder BLS, es stossen neue „Spieler“ auf den Markt, die im Sinne einer Plattform Leistungen verschiedener Anbieter neu bündeln und Mobilität so „als Service“ (as-a-service) anbieten können. Whim, ein finnisches IT-Unternehmen, war dazu das Anschauuungsbeispiel. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass Unternehmen heute gezwungen sind, über die eigene Kompetenz hinaus zu denken und neue Angebote mit anderen Partnern zu entwickeln und diejenigen erfolgreich sind, die sich anpassen und das Potenzial innerhalb der Organisationen optimal nutzen können.

Die neuen technologischen Möglichkeiten aber auch die demografischen Veränderungen (Alter, Generationen, Diversitätsansprüche) sowie die zunehmende Macht des Kunden, sein individuelles Bedürfnis weltweit zu befriedigen, befeuern diesen Wandel. Wandel an sich ist nichts Neues, doch das Tempo ist heute durch die weltweite Vernetzung und Verfügbarkeit von Wissen viel höher. Fazit des Intros: Dieser Wandel ist unumkehrbar, der geht nicht wieder weg und führt unweigerlich zu massiven Veränderungen innerhalb der Arbeitswelt.

 

Digitale Transformation aktiv gestalten

Wie kann HR diesen Wandel gestalten? Stefanie Moser präsentierte anhand konkreter Kundenprojekte, wie das Thema „Digitalisierung“ konkret angepackt wurde. Eine HR-Abteilung hat innerhalb des eigenen Unternehmens die laufenden Digitalisierungsaktivitäten gesammelt und miteinander vernetzt, sichtbar gemacht und dann gezielt den Blick auf die Aussenwelt gerichtet und sich so Inspiration von Vorreitern aus anderen Organisationen geholt. Danach wurden in ihrem Beispiel konkrete Gestaltungsinitiativen diskutiert und vereinbart, welche Muster beibehalten und welche ganz bewusst und als Experimente bezeichnet umgestossen werden können.

Andere Beispiele wurden von den Teilnehmenden eingebracht und die Diskussion verdeutlichte, wie wertvoll es ist, vorhandenes Wissen zu nutzen. Dabei wurde eines mit Sicherheit deutlich: Die Gestaltungsmöglichkeiten von HR ist so gross wie selten zuvor. Stefanie Moser gab Anregungen, konkret ins Handeln zu kommen, auszuprobieren und bewusst zu lernen, was funktioniert im eigenen Unternehmen und was nicht. Ihre Empfehlung: „Es gibt nicht den einen richtigen oder falschen Weg, um die anstehenden Herausforderungen anzupacken. Wichtig ist, sich auf den Weg zu begeben.“


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