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Junge Mitarbeitende fordern mehr Diversität in Unternehmen

Mit dem fortschreitenden Generationswechsel wächst Druck auf die Führungskultur von Unternehmen. Gemäss einer internationalen «Millennials»-Studie der Zürcher Personalberatung Egon Zehnder werden die Forderungen nach mehr Diversität lauter und die Erwartungen an Führungspersonen verändern sich.
12. März 2019 - PD/MIG

In der Befragung von 2500 Führungskräften in sieben Ländern nannten fast zwei Drittel der um die Jahrtausendwende ins Berufsleben eingetretenen «Millennials» Diversität als wichtigste Eigenschaft ihrer Firma. Bei den aus dem Berufsleben ausscheidenden Babyboomern waren es nur 51 Prozent.

Von Führungspersonen erwartet die jüngere Generation vor allem Nahbarkeit, starke Werte und visionäres Denken. Und sie fordern persönliche Begleitung und Förderung. Die Kluft zwischen den Generationen ist der Studie zufolge grösser als der Unterschied zwischen den Geschlechtern: «Frauen und Männer der jüngeren Generation haben fast die gleichen Ansprüche an die Führungsqualitäten ihrer Vorgesetzten und an die Diversität in ihren Unternehmen», so Simone Stebler, Beraterin und Leiterin der Diversity & Inclusion Practice bei Egon Zehnder.

 

Karriere-Entwicklung

Eine weit überwiegende Mehrheit aller Befragten (86 Prozent) berichtete von Widerständen auf ihrem Karriereweg. Allerdings gaben auch ein Drittel der Babyboomer an, in ihrer beruflichen Entwicklung nicht auf Barrieren gestossen zu sein. Auf die Frage nach Faktoren, die ihre berufliche Entwicklung einschränken, nannten mehr als zweimal so viele Millennials (35 Prozent) als Babyboomer (17 Prozent) fehlende Mentoren und Sponsoren.

Die Karrierewünsche von Frauen und Männern haben sich nahezu angeglichen: 27 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer gaben an, sie wollten die strategische Führungsebene ihrer Organisation erreichen. Für Frauen ist der Weg an die Spitze aber ungleich schwerer: Dem Egon Zehnder Global Board Diversity Tracker von 2018 zufolge stellen Frauen weltweit nur 3,7 Prozent der CEOs und 12,2 Prozent der CFOs.

 

Motivation: Work Life Balance

Millennials (86 Prozent) stimmen eher der Aussage zu, dass ihre Work-Life-Balance stimmt. Bei den Gen Xers sind dies 80 Prozent, bei den Babyboomern 78 Prozent. Männer und Frauen gaben nahezu identische Antworten auf die Frage nach ihren persönlichen und beruflichen Prioritäten. Für 27 Prozent steht der Beruf an erster Stelle, 17 Prozent nannten ihr Privatleben und 56 die Balance zwischen beidem.

Die Studie wurde im Kontext der 2016 von Egon Zehnder ins Leben gerufenen Leaders & Daughters-Initiative erstellt und findet sich auf www.egonzehnder.com    

 

 

Bild: adiruch na chiangmai - stock.adobe.com


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