News

Temporärarbeit – Wer sich flexibel zeigt, hat Vorteile

Temporärarbeit gewinnt an Bedeutung. Dennoch liegt aktuell der Anteil Temporärangestellter in der Schweiz an der Gesamtzahl der Beschäftigten erst bei 2.3 Prozent. Persorama unterhielt sich mit Stefan Koller, Geschäftsführer der Jobprofi GmbH aus St.Gallen zum Thema Chancen der Temporärarbeit bei ausgetrocknetem Fachkräfte-Arbeitsmarkt.
11. März 2019 - Interview: Claudia Hutter

Herr Koller, inwiefern ist der Fachkräftemangel eine Chance für externe Personaldienstleister wie Ihr Unternehmen?

Stefan Koller: Wir haben viel gut qualifizierte Kandidaten bei uns, die wir unter diesen Umständen schnell an Firmen vermitteln können. Als Personalvermittler decken wir die Branchen Industrie, inklusive Lebensmittelindustrie, Pharma, kaufmännische Berufe und auch den Technischen Bereich ab.

 

Vermitteln Sie Temporärarbeitskräfte?

Ja, und dies bereits seit 20 Jahren erfolgreich.

 

Welche Services bieten Sie für Unternehmen, die schnellen Ersatz suchen?

Wir blicken auf eine grosse Erfahrung und einen soliden Mitarbeiter-Pool zurück. Abklärungen sind innert kürzester Zeit gemacht. Wir arbeiten mit einem Labor zusammen, welches die medizinischen Abklärungen durchführt. Wenn wir zum Beispiel einem Lebensmittelbetrieb aus der Region einen Mitarbeiter empfehlen, so muss dieser zu 100 Prozent gesund und leistungsfähig sein.

 

Inwiefern fördert Fachkräftemangel die Temporärarbeit?

Für ein Unternehmen ist es unabhängig von der marktwirtschaftlichen Situation ideal, wenn ein Mitarbeiter zunächst auf Temporärbasis angestellt wird. Erst wenn sich der Kandidat bewährt hat, wird ihm eine feste Stelle angeboten.

 

Welches ist der Vorteil von Temporäreinsätzen gegenüber einem normalen Anstellungsverhältnis?

Das Unternehmen bleibt bei der Einsatzplanung flexibler. Die Planung verläuft einfacher, die Fachkraft wird entlastet. Der Temporärmitarbeiter kann innert kurzer Zeit verschiedene Branchen kennenlernen und sich dadurch zusätzlich qualifizieren. Wer Flexibilität beweist, punktet. Wer breite Erfahrungen vorweist, ebenfalls.

 

Wer wird von Unternehmen besonders nachgefragt?

Es werden vor allem Mitarbeitende mit viel Erfahrung gesucht. Dazu Spezialisten auf ihrem Gebiet.

 

Findet angesichts des ausgetrockneten Arbeitsmarktes mehr Outsourcing an Spezialisten wie Ihr Unternehmen statt?

Ja, wir verzeichnen eine grössere Nachfrage. Das hat für das Unternehmen den Vorteil, dass dieses sich auf seine Kernaufgabe fokussieren kann.

 

Ist «Hiring on demand» heute noch üblich?

Die Mitarbeitenden, die wir vermitteln, bleiben bei uns angestellt, wenn sie als Temporärmitarbeiter von einem Unternehmen übernommen werden. Dies kann über mehrere Jahre andauern. „Hiring on demand“ ist also nach wie vor üblich.

 

Wie verändert sich die Nachfrage nach Personal allgemein?

Grundsätzlich ist alles viel schneller geworden. Heute erhalten wir einen Anruf, morgen schon erwartet der Kunde einen passenden Mitarbeiter bei sich in der Firma. Für uns als Jobvermittler heisst das, einen guten Service bieten und schnelle Abklärungen vor Ort durchführen. Dabei hilft uns die Verankerung in der Ostschweiz und unser gutes Netzwerk.

www.jobprofi.ch

 

                                                                                        


Webdesign by Multi Digital