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Corona als Digitalisierungsbooster?!

«Wir sind mit digitalen Lösungen gut unterwegs und müssen die erzielten Fortschritte weiter ausbauen», sagt Nicole B. Stucki, HR and Transformation Specialist, PostFinance und Vize-Präsidentin von HR Swiss, im Interview mit Computerworld.
04. Mai 2020 Michaela Geiger

IT-Abteilungen sind die Motoren moderner Unternehmen, schreibt die Computerworld in einem Beitrag über Fortbildung im ICT-Bereich (Ausgabe 04-2020). Um einen Gang hochzuschalten, fehlen jedoch Fachkräfte. Den Angaben zufolge setzen daher 54 Prozent der CIOs (Vorjahr 46 Prozent) auf die gezielte Weiterbildung der eigenen IT-Mitarbeitenden und verstärken die Teams mit Quereinsteigern. Worauf kommt es dabei an?

Nicole B. Stucki, HR and Transformation Specialist, PostFinance und Vize-Präsidentin von HR Swiss stellt ICT-Fachkräften in Sachen Weiterbildung ein gutes Zeugnis aus. «Sie bringen in aller Regel eine sehr gute Grundbildung mit und tendieren von sich aus zu Weiterbildungen. Man muss auch sehen, dass sowohl Mitarbeitende als auch Arbeitgeber wissen, dass Fachkurse regelmässig absolviert werden müssen. Entsprechend wollen viele dazulernen und sind im Durchschnitt sehr gut weitergebildet», sagt sie.

Unternehmen seien sich zudem bewusst, dass es ohnehin zu wenige Fachkräfte am Arbeitsmarkt gibt. Das habe zur Folge, dass man die Mitarbeitenden mitziehen und gemeinsam die neuen Technologiethemen angehen müsse. Hierbei gelte es zu beachten, dass Unternehmen bei ihren Digitalisierungsmassnahmen auch die Fachbereiche miteinbeziehen, sodass sie die Technologien anwenden können – auch wenn die Anwenderfreundlichkeit digitaler Lösungen zugenommen hat.

 

Grosse Offenheit für neue digitale Lösungen

Sie erkennt auch eine grössere Offenheit in den Fachbereichen für neue digitale Lösungen. «Corona ist auch ein Digitalisierungsbooster», sagt Nicole B. Stucki. Generell durchdringe die Digitalisierung alle Fachbereiche und werde in den Organisationen grundsätzlich gut aufgenommen sowie umgesetzt. Ihre Einschätzung: «Wir sind gut unterwegs und müssen die erzielten Fortschritte weiter ausbauen.»

Mitarbeitende sind nach Einschätzung von Nicole B. Stucki am besten gerüstet, wenn das Dreieck Weiterbildung, On-the-Job-Erfahrung und passende Führungsperson stimmt. «Alle drei sind wichtig, um die Motivation möglichst hochzuhalten. Um das zu schaffen, bedarf es guter Führungskräfte, die mit den Mitarbeitenden analysieren, was bei ihnen intrinsische Motivation auslöst. Dann ist auch das Assessment keine Hürde mehr.»


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