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Coronavirus: Verlängertes Veranstaltungsverbot macht laut BAG-Experten Sinn

Der Bund hat am heutigen Mittwoch, 11. März, erneut über die aktuelle Lage zum Coronavirus informiert. Derzeit sind in der Schweiz 645 Fälle gemeldet. Neun Grenzpunkte im Tessin wurden geschlossen.
11. März 2020

In der Schweiz sind bisher vier Personen am Coronavirus gestorben, 645 sind erkrankt. Der Bund beobachtet die Situation – speziell im Tessin, das sehr viele Grenzgänger hat. Neun Grenzpunkte wurden geschlossen, damit der Pendlerstrom zentralisiert werde.

Christian Bock, Direktor der Eidgenössischen Zollverwaltung, stellte klar: Die zurzeit gesperrten neun Grenzposten bedeute keine teilweise Schliessung der Grenze. Das sei bei einer Landesgrenze von 800 Kilometer mit Italien das gar nicht möglich. Die Situation werde fortlaufend analysiert und weitere Massnahmen geprüft, so Bock.

Patrick Mathys, beim Bund zuständig für Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit, sagt: «Aus epidemiologischer Sicht macht eine Grenzschliessung jetzt wahrscheinlich keinen Sinn mehr.». Dies gelte auch für andere Forderungen, wie zum Beispiel der Schliessung von Schulen. Schulen schliessen mache wenig Sinn, weil Kinder einer der am wenigsten gefährdeten Bevölkerungsgruppen angehören. Zudem würden sie sich einfach ausserhalb der Schule treffen – oder, schlimmer, von Grosseltern betreut werden.

Hingegen sprach sich Mathys für eine Verlängerung des Veranstaltungsverbots aus. Dieses wurde vom Bundesrat vorläufig bis Mitte März verordnet. Nach den Worten von Mathys ist ein solcher Entscheid auf jeden Fall vertretbar.

 

Swiss setzt Flüge nach Italien aus

Darüber meldet die Swiss in einer Mitteilung, dass bis Anfang April 2020 sämtliche Flüge nach und von Italien vorübergehend ausgesetzt werden. Betroffen sind rund 90 wöchentliche Verbindungen von Zürich nach Mailand, Rom, Venedig, Florenz, Neapel, und Brindisi.

Laut Swiss ist das veränderte Angebot auf die sinkenden Buchungen zurückzuführen. Zusätzlich zu den bereits bekanntgegebenen internationalen Destinationen Peking, Shanghai und Tel Aviv wird bis zum 24. April Kairo nicht mehr angeflogen.

 


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