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Deutlich mehr Arbeitslose

Der Schweizer Arbeitsmarkt hat im April die Coronakrise stark zu spüren bekommen. Die Arbeitslosenquote stieg im April von 2.9 Prozent im März auf 3.3 Prozent, meldet das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).
07. Mai 2020 - PD/MIG

Gemäss den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) waren Ende April 153’413 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 17’789 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 2,9 Prozent im März 2020 auf 3,3 Prozent im Berichtsmonat. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 46’115 Personen (+43,0 Prozent). Das ist der höchste Wert seit Frühling 2017.

Anfang Mai sei der Wert bereits auf 3.4 Prozent angestiegen – 160'000 Personen seien zurzeit arbeitslos, so das Seco. Man stelle jedoch eine Verlangsamung des Anstiegs der Arbeitslosen fest. Insgesamt wurden im April 231’196 Stellensuchende registriert, 17’299 mehr als im Vormonat. Gegenüber der Vorjahresperiode stieg diese Zahl damit um 47’647 Personen (+26,0 Prozent).

 

Anstieg bei allen Gruppen

Die Arbeitslosenquote stieg im April in sämtlichen Altersgruppen – bei den Jugendlichen (15-24-Jährige) auf 3.3 von 2.8 Prozent und bei den Älteren (50-64-Jährige) auf 3.0 von 2.7 Prozent.

Sie nahm ebenfalls bei den Schweizern (2.4 Prozent nach 2.1 Prozent) und bei den Ausländern (5.8 Prozent nach 5.2 Prozent) zu, sowie bei den Frauen (3.1 Prozent nach 2.7 Prozent) als auch bei den Männern (3.5 Prozent nach 3.1 Prozent).

In der Westschweiz und im Tessin war die Quote mit 4.5 Prozent (Vormonat: 4.0) deutlich höher als in der Deutschschweiz, wo die Quote 2.8 Prozent erreichte (Vormonat: 2.5).

 

Deutlich weniger Stellenangebote

Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen verringerte sich gemäss Seco-Bericht im April um 13’057 auf 18’415 Stellen. Von den 18’415 Stellen unterlagen 4’663 Stellen der Meldepflicht. Wegen des Coronavirus und seiner Folgen hat der Bundesrat mit der „COVID-19-Verordnung Stellenmeldepflicht“ die Stellenmeldepflicht ab dem 26. März 2020 für sechs Monate aufgehoben.

 

Ende April seien insgesamt 1.9 Millionen Anträge für Kurzarbeit registriert worden, teilte das Seco weiter mit. Diese hohe Zahl zeige den Willen der Betriebe, Entlassungen zu vermeiden.


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