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Digitales Lernen wird neue Normalität

Der Shutdown durch die Corona-Pandemie bewirkt grosse Veränderungen in der Art und Weise, wie Menschen in Unternehmen lernen.
30. April 2020 Michaela Geiger

Virtuelles Arbeiten und Lernen ist das Gebot der Stunde. Die durch die Corona-Pandemie erzwungene Veränderung werde sich nicht nur kurzfristig auswirken, sondern eine langfristige Veränderung im Bereich Lernen und Bildung bewirken, sind Bildungsforscher überzeugt. Eine aktuelle Studie von Bookboon Learning, in der mehr als 300 Entscheidungsträgern im Bereich Learning & Development unter anderem in der Schweiz befragt wurden, zeigt einen Paradigmenwechsel in der Welt des Lernens in Unternehmen auf.

Dank Corona-Pandemie und Ausgangsbeschränkung haben viele Menschen in wenigen Wochen eine Ahnung davon bekommen, was die Digitalisierung wirklich kann. Sie haben am Computerbildschirm online an Konferenzen teilgenommen statt zu einer Tagung zu fliegen. Sie haben mit den Kollegen über Skype oder Slack diskutiert, die Assistenz von Chatbots kennen und schätzen gelernt, vielleicht selbst Webinare über Zoom organisiert und sie haben erlebt, dass man auch im Home Office virtuell mit seinem Team verbunden sein kann. Natürlich gab es die meisten dieser Plattformen und Programme schon vor Corona und für die junge, internetaffine Generation sind dies nichts wirklich Neues. Aber grosse Teile der Gesellschaft lernen erst jetzt das digitale Abc. Jetzt beginnen sie zu erahnen, dass mit der Digitalisierung noch viel mehr möglich ist. Und dass das Internet auch jenseits von Google, Amazon, Netflix und Facebook viele Optionen bietet.

Die Studienautoren von Bookboon Learning sind überzeugt, dass sich wichtige Elemente des digitalen Lernens nachhaltig durchsetzen werden – zum Beispiel die Freiheit, von zu Hause aus zu arbeiten und zu lernen. Oder mehr persönliche Freiheit und Kontrolle über die eigene persönliche Entwicklung haben. Dank Corona-Pandemie habe es einen Schub in der Weiterbildung gegeben, was dringend benötigten Digitalisierungsfähigkeiten angehe, ist eine der Schlussfolgerungen der Studie. In der Befragung sagten 92 Prozent der Entscheidungsträger in den Bereichen Lernen & Entwicklung sowie HR voraus, dass die Lernaktivitäten der Unternehmen nach der Pandemie deutlich stärker digitalisiert sein werden als vorher.

Home Office und Lernen von zu Hause aus werde künftig nicht die Ausnahme, sondern neue Normalität sein, heisst es weiter. Laut Studie halten es 83 Prozent der befragten Entscheider für wichtig, dass die Mitarbeiter mit passenden Tools und Kompetenzen ausgestattet werden, die sie benötigen, um effizient von zu Hause aus arbeiten und lernen zu können.

«Unternehmen stehen unter grossem Druck, sich an die neue Realität anzupassen», sagt Kristian Madsen, CEO Bookboon Learning. Bestätigt wird dies durch Aussagen der Befragten. Demnach sollen die digitalen Lernangebote in 81 Prozent der 300 befragten Organisationen erweitert werden.

 

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Bookboon Learning verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Analyse und Prognose von Trends in der Lernindustrie. Bookboon hat vor kurzem seine eingehende Impaktstudie über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die betriebliche Ausbildung abgeschlossen.


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