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eSports als Gesundheitsmassnahme! Interessante Perspektiven für Arbeitgeber

„Ich halte mich fit mit eSport!“ sagt die Rentnerin und freut sich über den zwischenmenschlichen Kontakt wie auch das Wettkampfstreben, den sie gleich gesinnt mit den jungen Leuten teilt. Aber eSport, was ist das ?! Es handelt sich um Games, also Computer-und Konsolenspiele, die virtuell in der elektronischen Welt meist im Mehrspielermodus im Wettkampf Kontext gespielt wird. Die Mehrheit der Spieler liegt im jüngeren Alter bei durchschnittlich 24 Jahren (Quelle: UPC Marktforschung 2017), doch die Tendenz zu älteren Gamern ist steigend.
03. September 2019 - Ann Bosshard, HR Bern Vorstandsmitglied

Es ist erwiesen, dass die Reflexe mit zunehmenden Alter nachlassen (Quelle: http://www.bertram.ch/bertram_seminare/seminare/publikationen/pdf/sensorik_im_alter.pdf). Die motorischen und geistigen Fähigkeiten, wie die Reaktionsgeschwindigkeit oder vorausschauendes und laterales Denken, sind sehr wichtig, um im eSport erfolgreich zu sein. Deswegen unterziehen sich eSportler regelmässig Messungen ihrer motorischen und kognitiven Fähigkeiten an spezifischen universitären Laboratorien für den eSport. Um diese Aussage fassbarer zu machen hier ein Vergleich: Ein eSportler macht mehr Bewegungen als ein Autorennfahrer und hat mehr Stressreaktionen als ein Fussballer bei einem 11 (elf) Meter Schuss.

Also ist nun eSport ein Sport? Es fragt sich, ob bei jeder Gameanstrengung eines eSportlers die gleichen Fähigkeiten einbezogen werden ? Die Sportwissenschaften konnten nachweisen, dass ältere Generationen durch Computerspiele jünger und gesünder werden. Besonders vorteilhaft wurde es nach einem Schlaganfall oder einem Rehabilitationsaufenthalt bemerkt. Es hat sich bestätigt, dass das Spielen von 25 Minuten an fünf Tagen pro Woche eine positive Auswirkung auf die Gesundheit hat.  Besonders aufgefallen ist dies bei den „Shootergames“ (Schiessspielen). Dazu siehe im Video Frau Edith Eicher, 71 Jährig: https://www.srf.ch/play/tv/einstein/video/gamen-volkssport-und-milliarden-business?id=d9116836-db05-4488-8b84-d52702580cb3. Da würde unsereins „Grosi“ wohl nicht unbedingt gleich mitmachen wollen.

Doch siehe da und staune: Die Silver Snipers und die Grey Gunners, die eSports-Teams mit Durchschnittsalter von 70 Jahren sind die ultimativen Kracher! Sie sagen ihrem Alter den Kampf an und killen alles was ihnen in den Weg kommt, inklusive die Zeit.

Also wenn eSports so positive Effekte hat, dann stellt sich doch glatt die Frage, ob das auch ein Thema für Arbeitgeber sein könnte. Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist schon seit Jahren dabei die Belegschaft präventiv zu aktivieren. Es ist schon lange erwiesen, dass es sich lohnt sich gesund zu ernähren, Sport zu treiben und unter anderem damit die Resilienz- die Widerstandskraft in Bezug Prävention und Burn-Out -zu erhöhen. Ausserdem sind im E-Sports ethische Werte wie Teamgeist und Fair Play verankert. Alles gute Gründe für Arbeitgeber sich den eSport einmal genauer anzuschauen.

HERZLICH WILLKOMMEN IM ESPORT!

 


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