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«Gehirngerecht führen – Neuroleadership» Leading with the brain in mind

Netzwerk Event Bern in der Welle 7 in Bern, Vortrag am 25. Februar 2020 durch Lorenz Jungi, FSP Psychologe und Coach (International Coaching Federation) der humanevents.ch.
09. März 2020 - Ann Bosshard, Vorstandsmitglied HR Bern

«Führen heisst: Andere aufrichten.» - Anselm Grün

Neuroleadership – neuer Führungsansatz = Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft + bekannte Managementtheorien = Das Führen von heute für morgen

Haben Sie sich als Führungskraft auch schon gefragt, warum Ihre Mitarbeitenden so handeln wie sie handeln? Vielleicht eben nicht so, wie Sie sich das vorgestellt haben. Machen sie es bewusst? Oder steckt mehr dahinter?

 Lorenz Jungi von der human events ag befasst sich mit diesen Fragen im Rahmen von Führungsentwicklungen und Coachings immer wieder. Um diese Themen fundiert diskutieren zu können, stützt er sich auf die neusten Erkenntnisse der Neurowissenschaften, die zeigen, dass wir oft unbewusster und weniger rational handeln als wir dies vermuten und wir uns an Wertschätzung nie gewöhnen werden.

 «Als Neuroleadership wird die Anwendung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden für die Mitarbeiterführung und die Gestaltung einer entsprechenden Arbeitsumwelt bezeichnet» (Quelle: Gabler Wirtschaftslexion). Um das zu erreichen, sollte man zuerst das Gehirn, unser Kopforgan, besser kennen. Hierzu ein paar Fakten: Unser Gehirn nimmt 20% von unserem Sauerstoff ein und 2% von unserem Gesamtgewicht. Und wussten Sie, dass die Gesamtlänge unserer Nervenbahnen 148x um die Welt reisen können? Wer noch mehr über das Gehirn erfahren möchte, gehe an die Brainweek: https://www.fragile.ch/brainweek/

Der Nutzen von wertschätzender positiver Führung

 Was können Sie als Führungskraft noch tun, um gehirngerecht zu führen? «Minimize danger, maximize reward» wie Evian Gordon so schön sagt, ist eine der Strategien. Sorgen Sie für regelmässige positive Erfahrungen. Unser Gehirn gewöhnt sich nie an Wertschätzung und schüttet beispielsweise bei einem positiven Feedback mit Dopamin ein Glückhormon aus, das sich positiv auf die Konzentration, Motivation und die geistige Leistungsfähigkeit auswirkt.

 Erfahren wir auf der anderen Seite soziale Zurückweisung («Das ist kein guter Job» oder «Wir wollen nicht mit Dir in einem Team arbeiten», ...) aktiviert dies im Hirn ähnliche Regionen wie bei körperlichem Schmerz. «Es tut weh» gilt also auch im übertragenen Sinn. Dies hat zur Folge, dass wir mit Stress reagieren und dadurch unsere Kreativität und somit das Denken in Varianten verloren geht. Dazu findet man von Eisenberger, Libermann & Willams wissenschaftliche Darstellungen und Auszüge (2003). Als Beispiel dazu wurde eine reelle Kündigungssituation geschildert und wie Kündigungen möglichst fair begleitet werden könnten. In der Schweiz kosten uns solche Konflikte, Machtkämpfe und Fluktuation bis zu 7% des BIP (CHF) jährlich (Quelle: verantwortung-leben.ch). Deshalb: Stärken Sie die Stärken Ihrer Mitarbeitenden! Es zahlt sich aus!


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