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Generationsübergreifende Bedürfnisse als wichtigste Herausforderung für Schweizer Arbeitgeber

Zwei Drittel der Schweizer Arbeitgeber (67 Prozent) glauben, dass die Erfüllung der vielfältigen Bedürfnisse einer generationenübergreifenden Belegschaft ihre wichtigste Herausforderung in den nächsten drei Jahren sein wird. Dies ist eine der Haupterkenntnisse der globalen 2019 Benefits Trends Umfrage von Willis Towers Watson.
11. Dezember 2019 - PD/MIG

Erstmals setzt sich die heutige durchschnittliche Belegschaft in Unternehmen aus bis zu fünf unterschiedlichen Generationen zusammen – von der stillen Generation bis hin zu ihren jüngsten,den Gen-Z-Kolleginnen und Kollegen. Und jede Generation bringt unterschiedliche Erwartungen, Risiken und Anforderungen mit sich. Diese Generationenvielfalt hat zwar das Potenzial, weitreichende Fähigkeiten und Erfahrungen einzubringen, wirft aber auch neue Fragen und Herausforderungen für Arbeitgeber in der Schweiz und ganz Westeuropa auf. Die Erfüllung der vielfältigen Bedürfnisse einer derart generationenübergreifenden Belegschaft gilt bei 67 Prozent der Schweizer Arbeitgeber als die wichtigste künftige Herausforderung.

Die unterschiedlichen Erwartungen erfordern eine flexible Employee-Benefit-Strategie, welche die Bedürfnisse aller Mitarbeiter widerspiegelt, Integration sowie Engagement maximiert und gleichzeitig die Arbeitnehmenden wertschätzt. «Bei der Gestaltung ihrer Vorsorgeprogramme sollten Unternehmen den Puls ihrer Belegschaft nehmen, um Missverständnisse aufgrund von demographischen Stereotypen zu vermeiden. Nur in einigen Fällen werden die Vorteile über die gesamte Generationengrenze hinweg gleich bewertet. So bleibt beispielsweise die Altersvorsorge eine der beliebtesten Sozialleistungen, unabhängig vom Alter», sagt Alexandra Lyner, Global Benefits Management Consultant, Schweiz & Westeuropa.

 

Schweizer Arbeitgeber müssen aufholen

Die Etablierung einer erfolgreichen, zukunftssicheren Lohnnebenleistungsstrategie setzt voraus, dass die sich ändernden Mitarbeiterbedürfnisse mit effektivem Engagement, unternehmerischen und kulturellen Zielen, Benchmark-Daten, Entlöhnungsstrukturen, Verwaltungsanforderungen, Budgets und Kostenmanagement in Einklang gebracht werden.

Nur drei von zehn Arbeitgeber (31 Prozent) grenzen ihr Leistungspaket von demjenigem ihrer Mitbewerber ab. Darüber hinaus haben nur 33 Prozent ihr Leistungsportfolio an die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden angepasst. Dies, obwohl mehr als die Hälfte (56 Prozent) behaupten, dass sie deren Anforderungen verstehen.

Lyner fasst zusammen: «In Anbetracht dieser Erkenntnisse ist es keine grosse Überraschung, dass nur ein Viertel (25 Prozent) der Unternehmen ihre Firma aufgrund ihres Employee Benefits Angebotes weiterempfehlen würden.»

 

Trendwechsel zum Gesundheitsmanagement

Die Ergebnisse der Umfrage 2019 gehen zudem von einer Trendwende aus. Während 2017 für Schweizer Unternehmen der Schwerpunkt auf der Leistungsadministration, dicht gefolgt vom Thema Finanzierung lag, verlagert sich der Fokus derzeit in Richtung betriebliches Gesundheitsmanagement. 62 Prozent der Befragten setzen finanzielles, physisches, emotionales und soziales Wohlbefinden ganz oben auf ihre Agenda und machen es zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Lohnnebenleistungsstrategie.

«Die verbesserten Geschäftsergebnisse, die sich aus sinnvollen Initiativen zum Wohle der Mitarbeitenden ergeben, sind weithin anerkannt - von Produktivitätssteigerungen und Mitarbeiterbindung bis hin zur Senkung der Abwesenheitsrate infolge von Krankheit», sagt Reto Ebnöther, Head of Health & Benefits Switzerland.

 

Steigende Ansprüche bezüglich Leistungen und Kommunikation

«Schweizer Arbeitgeber haben die Wichtigkeit der Modernisierung und Erweiterung ihrer Leistungspakete in Zusammenhang mit den sich wandelnden Bedürfnissen und Erwartungen der heutigen Belegschaften klar erkannt. Die Messlatte für die Gewinnung und Bindung von Spitzenkräften liegt zunehmend höher», fasst Ebnöther zusammen.

Zusätzlich zu den entworfenen Programmen muss die Kommunikation auf das nächste Level gebracht werden. Tatsächlich wollen fast drei Viertel (74 Prozent) der Unternehmen die Kommunikation der Sozialleistungen für die Arbeitnehmer verbessern. Die Teilnehmer sagen, dass sie in den nächsten drei Jahren neue Technologien einsetzen werden, um einerseits die Mitarbeiterkommunikation zu verbessern und um andererseits die Mitarbeitenden bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen.

 


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