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Leadership-Modell "Selbst-Disruption" als Wettbewerbsvorteil

In einem disruptiven Umfeld sind traditionelle Führungsmodelle überholt. Leader der Zukunft benötigen neue Fähigkeiten, um ein Unternehmen erfolgreich zu führen. Mit dem Typus des «selbst-disruptiven» Leaders beschäftigt sich eine neue Studie der Unternehmensberatung Korn Ferry.
06. September 2019 Michaela Geiger

Um Organisationen in einer sich rapide verändernden Geschäftswelt erfolgreich zu leiten, bedarf es eines neuen Typs der zukunftsorientierten Führungskraft. Der Wettbewerbsvorteil der neuen Führungskräfte liegt darin, dass sie sich durch ständige „Selbst-Disruption“ schneller an neue Bedingungen anpassen. Doch 67 Prozent der weltweit befragten Investoren und Analysten halten die derzeitigen Führungskräfte für nicht zukunftsfit. Und nur 15 Prozent der derzeitigen Führungskräfte gelten als selbst-disruptiv. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die Korn Ferry weltweit durchgeführt hat.

Leadership-Modelle beruhen oft auf der Fortschreibung von Eigenschaften und Fähigkeiten, die sich in der Vergangenheit bewährt haben. Doch so wichtig manche dieser Qualitäten auch sein mögen, sagen sie nichts über zukünftige Verhältnisse aus. In einer Welt, die durch einen rapiden Wandel gekennzeichnet ist, werden die alten Paradigmen redundant, ja sogar schädlich. Eine genaue Prognose zukünftiger Anforderungen erweist sich als unmögliche Aufgabe. Also müssen sich Führungskräfte mit einem starken Portfolio zukunftsgerichteter und wandlungsfähiger Skills rüsten, wollen sie die beweglichen Ziele Marktnachfrage, Dynamik und neue Erkenntnisse ins Visier nehmen.

Korn Ferry bezeichnet anpassungsfähige Change-Maker, die so agieren, als Self-Disruptive Leader. Das heutige Geschäftsumfeld zeichnet sich durch rasch wechselnde Strategien, innovative Geschäftsmodelle und operativen Wandel aus. Während es Führungskräfte, die noch in der alten Denkweise gefangen sind, oft schwer haben, ihren Platz und ihre Stimme in der neuen Geschäftswelt zu finden, bewähren sich Self-Disruptive Leader durch ihre hohe Lernbereitschaft, Agilität, Selbstreflexion, emotionale und soziale Intelligenz sowie ein sinnorientiertes und sicheres, zugleich aber auch bescheidenes Auftreten. Sie modifizieren ihre Methoden und Einstellungen proaktiv und können so mit ihrem stark veränderlichen Umfeld, das sich für langsamere Kollegen als Bedrohung erweist, Schritt halten. Eine flexible Denkweise an der Spitze setzt sich bis nach unten fort. Sie ermöglicht allen Beteiligten den richtigen Umgang mit Veränderungen und sorgt für Erfolge in einer Welt des Wandels. Führungskräfte, die ihre Teams in Abhängigkeit halten, blockieren das Wachstum, während jene, die ihr Unternehmen von der eigenen Vision zu überzeugen vermögen und dann andere zu deren Umsetzung ermächtigten, gut aufgestellt sind.

 


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