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Magnet für Talente: Zürich plant Zentrum für Künstliche Intelligenz und Robotik

Zürich will ein Talent- und Forschungs-Hub für künstliche Intelligenz (KI) aufbauen. Dies hat jetzt ein Gremium aus Vertretern von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik beim «KI Moonshot-Roundtable» entschieden.
30. Oktober 2019 Michaela Geiger

Die Schweiz und speziell der Forschungsstandort Zürich sollen eine Führungsrolle in der Entwicklung und Förderung von künstlicher Intelligenz übernehmen. Der «KI Moonshot Roundtable» gab am Donnerstag, 24. Oktober 2019, den Startschuss für die Förderung eines vernetzten Talent- und Forschungs-Hubs im Bereich der künstlichen Intelligenz. Nach einer Mitteilung der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich und der Mindfire Stiftung sollen konkreten Pläne bereits zu Beginn 2020 umgesetzt werden.

Die Initiative ist ein Schulterschluss zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik: Am «KI Moonshot Roundtable» nahmen neben Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh sowie Pascal Kaufmann, Präsident der Mindfire Stiftung, auch Vertreterinnen und Vertreter der ETH, ZHAW, Universität Zürich, Universität Lugano sowie weiterer Forschungsinstitutionen teil. Ebenfalls waren renommierte Expertinnen und Experten aus dem Ausland, Vertreterinnen und Vertreter der Industrie (z.B. Swiss Re, ABB und NNAISENSE), Investorinnen und Investoren, Privatpersonen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Start-Up Szene anwesend.

 

KI zum Wohle des Menschen nutzen

Am Roundtable sprachen sich die Teilnehmenden einstimmig für ein «Belvoir Manifest für KI» aus, welches den Bau eines «Robot-Scientists» in der nächsten Dekade vorsieht. Dieser soll in der Lage sein, Konzepte zu erlernen, Wissen aus Vorlesungen aufzunehmen, mit Menschen zu interagieren und durch Kreativität und Neugierde Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, insbesondere in der medizinischen Forschung, zu unterstützen. Damit soll die Forschung grundlegend beschleunigt und Künstliche Intelligenz zum Wohle des Menschen genutzt werden. Die Teilnehmenden des Roundtables einigten sich darauf, dazu den Aufbau eines vernetzten KI Talent- und Forschungs-Hubs zu unterstützen. Erste Massnahmen sind für das kommende Jahr geplant. Weitere «KI Roundtables» sind in Planung.

Die Initiative zielt darauf ab, Kräfte und Know-How mittels eines konkreten und ambitionierten Projekts zu bündeln. So soll schweizweit und international ein Experten-Netzwerk aufgebaut werden. Zu diesem Zweck soll mittelfristig ein «trans-disziplinäres KI Lab» mit Räumlichkeiten in Zürich entstehen, welches von einer unabhängigen Stiftung betrieben und von Hochschulen, Firmen und Institutionen mit Know-How und Ressourcen unterstützt wird.

Koordiniert wird das Vorhaben von der Mindfire Stiftung mit Präsident Pascal Kaufmann. Der Unternehmer (Tech-Firma Starmind) und Neurowissenschaftler zählt zu die weltweit führenden Köpfen im Bereich KI. Die Stiftung hat das erklärte Ziel, Künstliche Intelligenz für die Förderung und Beschleunigung von Forschung, insbesondere im Medizinal- und Wissenschaftsbereich, einzusetzen.


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