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New Work erfordert neuen Ansatz im Recruiting

Ungewohnte Freiräume, fluide Abläufen: Mancher Mitarbeitende ist von New Work-Arbeitsweisen überfordert und wünscht sich mehr Struktur und Anleitung. Wie gelingt der Einstellungs- und Onboarding-Prozess bei holokratisch oder selbstorganisieren Unternehmen?
14. August 2020 - PD/MIG

Hochmotivierte und kompetente neue Mitarbeiter zu finden ist für die meisten Unternehmen, unabhängig von ihrem Organisationsmodell, gar nicht so leicht. Setzen Firmen auf neue Arbeitsmodelle, wird der Einstellungs- und Onboarding Prozess nochmals herausfordernder.

«Unternehmen haben gewöhnlich viel Erfahrung damit die für eine Mitarbeit erforderlichen Kompetenzen - agiles Projektmanagement, verhandlungssicheres Englisch etc. - präzise auszuschreiben und im Bewerbungsgespräch herauszufinden, ob der Kandidat diese Fähigkeiten auch wirklich mitbringt», beschreibt Dr. Joana Breidenbach, Sozialunternehmerin und Gründerin von betterplace.org und betterplace lab, in einem Xing-Beitrag. Vielen Organisationen falle es jedoch schwer, explizit und klar die eigene Führungs- und Zusammenarbeitskultur zu beschreiben und die dafür notwendigen Anforderungen an neue Mitarbeiter zu beschreiben.

Fakt ist auch, dass sich die auf der Unternehmens-Website angeführten Werte von der gelebten Praxis oft deutlich unterscheiden. «Ebenso schwer ist es im Einstellungsgespräch herauszufinden, inwieweit die Werte und Haltungen der Kandidatin zur gelebten Unternehmenskultur passen. Zahlreiche Studien belegen, dass die Passung zwischen Werten und Haltungen des Einzelnen und der Unternehmung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit massgeblich ist. Dr. Joana Breidenbach: «Nur wenn ich als Mitarbeiter spüre, dass mein Mindset mit dem des Unternehmens in Resonanz geht, bringe ich mich mit allen meinen Kompetenzen wirklich ein, bin motiviert und inspiriert.»


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