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Regensberg kommuniziert künftig digital per App

Die Zürcher Gemeinde Regensberg setzt per sofort vollständig auf digitale Kommunikation. Mitte Dezember 2019 erhielten alle 500 Einwohnerinnen und Einwohner persönliche Zugangsdaten zur «Regensberg App», über die jetzt Benachrichtungen, Beiträge über Gemeindeaktivitäten und verschiedene Streams (Kanäle) wie «Regensberg Talk», «Flohmarkt», «Veranstaltungen» oder das «Rexi-Taxi» zur Verfügung gestellt werden.
09. Januar 2020 Michaela Geiger

Als Kommunikations-und Informationsplattform hat die Gemeinde das Zürcher Startup Beekeeper ausgewählt. Zu den über 500 Kunden weltweit von Beekeeper gehören bis jetzt vor allem Firmen und öffentliche Verwaltungen, welche die App für die Mitarbeiterkommunikation nutzen. Mit der Gemeinde Regensberg hat Beekeeper den ersten Kunden, der dank der App die Einwohnerkommunikation verbessert und digitalisiert.

Die Regensberg App ermöglicht der Gemeinde, auch die Inhalte des offiziellen Mitteilungsblattes digital zu veröffentlichen. «Nur schon dieses Mitteilungsblatt zu produzieren und zu versenden war bisher ein riesiger Aufwand», sagt Gemeindeschreiberin Beatrix Pelican. «Wir glauben, dass Beiträge, die neu über die App publiziert und aktiv gepusht werden, viel öfters gelesen werden als im Mitteilungsblatt oder in der Zeitung.» Sie und ihr Team sind ausserdem überzeugt, dass sie mit der Kommunikations-App vermehrt auch Jugendliche für das Gemeindeleben begeistern können. Ein künftiger Jugendraum wird bereits über die App projektiert.

Alle Daten der Regensberg App befinden in der Schweiz und unterstehen den strengen Schweizer Datenschutzbestimmungen. Es werden keine Daten mit externen Firmen wie Google oder Werbediensten geteilt. Neue Nutzer oder Streams können ausschliesslich von der Gemeindeverwaltung erfasst werden. Ausser der Verwaltung, welche strengen Persönlichkeits-und Datenschutzbestimmungen untersteht und das Amtsgeheimnis zu wahren hat, haben keine weiteren Personen besondere Nutzerrechte.

Wie es in einer Mitteilung der Gemeinde weiter heisst, erfüllt der Gemeinderat mit der Einführung der Regensberg App den zumeist geäusserten Wunsch am Zukunftsworkshop von vergangenem Frühling. Mit der App erhält die Gemeinde eine neue Möglichkeit sich orts-und zeitunabhängig auszutauschen, sich zu vernetzen und zu unterstützen. «Soziale digitale Plattformen funktionieren dort am besten, wo man sich auch kennt», so die Einschätzung der Gemeindeverantwortlichen. «Unser Städtli bietet durch die Regensberg App auch denjenigen die Möglichkeit der Teilnahme am Gemeindeleben, die sich durch ihre Lebensumstände oder -entwürfe bisher nur eingeschränkt beteiligen konnten.»

Bei der Auswahl der App spielten die Funktionalitäten, der Datenschutz, der Preis aber auch die Grösse von Beekeeper eine Rolle. Die Entscheidung sei nach eingehender Beratung auf Beekeeper gefallen, «weil bei dieser Kommunikationslösung die Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit über das Datenschutzgesetz hinausgehen, dazu kommt noch das intuitive Handling der App», begründet Gemeindepräsident Gregory Turkawka den Entscheid. Die Kosten für die Einführung belaufen sich gemäss einem Auszug aus dem Protokoll des Gemeinderates für die ersten 36 Monate auf rund 43'000 Franken.

 

 


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