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Schweizer wünschen sich mehr Flexibilität und Sinnhaftigkeit im Job

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auch in der Schweizer Arbeitswelt spürbar und haben binnen kürzester Zeit zu Veränderungen beigetragen. Das Corona-Barometer von Xing zeigt, dass zum Beispiel Flexibilität, eine gesunde Work-Life-Balance und Sinnhaftigkeit in der Arbeit wichtiger geworden sind.
04. Juni 2020 - PD/MIG

Rund 2200 Xing-Mitglieder aus der DACH-Region im Mai 2020 zu ihrer aktuellen Arbeitssituation sowie ihren Job-Präferenzen für die Zukunft befragt. Rund drei Viertel (73 Prozent) der befragten Schweizer sind der Meinung, dass sich die Arbeitswelt und Arbeitsweise im ersten Quartal 2020 verändert hat. Besonders auffällig seien die Veränderungen bei den flexibleren Arbeitszeiten, der schwierigeren Trennung zwischen Arbeit und Privatleben, gefolgt von einer besseren Work-Life-Balance. Immerhin für 27 Prozent der befragten Schweizer hat sich das Arbeitspensum während des Corona-Shutdowns erhöht.

Die meisten nehmen auch im Homeoffice noch ein gleiches Mass an Kontrolle durch die Vorgesetzten wahr. Das Macht- und Führungsgefüge habe sich durch Corona kaum verändert. Befragte Schweizer geben an, dass Hierarchien genauso wichtig seien wie zuvor.

 

Neuer Arbeitsort Home Office

Grosse Veränderungen gab es beim Arbeitsort: Während vor Corona fast die Hälfte aller Schweizer Befragten nie von zuhause aus gearbeitet haben, sind seit Anfang Mai gemäss Xing-Umfrage rund 70 Prozent teilweise oder ausschliesslich im Home Office tätig. Rund 50 Prozent der Befragten aus der Schweiz freuen sich demnach wieder auf das Arbeiten im Büro. Am meisten vermissen die Befragten ihre Kollegen und die sozialen Kontakte im Büro (91 Prozent). Die oft bessere Arbeitsausstattung schätzt nur rund ein Drittel.

 

Work-Life-Balance, Flexibilität und Sinnhaftigkeit werden wichtiger

Veränderungen zeigen sich auch in den Job-Präferenzen. Neben Grundbedürfnissen wie «Hauptsache einen Job haben» und «Sicherheit im Job» haben in der Schweiz mit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie insbesondere weiche Faktoren an Bedeutung gewonnen: Für knapp die Hälfte der Befragten ist durch die Corona-Krise die Work-Life-Balance wichtiger geworden, gefolgt von flexiblen Home Office und Arbeitszeiten sowie mehr Zeit für die Familie. Für rund 30 Prozent der Befragten hat zudem die Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit an Bedeutung gewonnen.

«Die Corona-Krise hat die Relevanz von New Work als ganzheitlicher Ansatz für ein besseres Arbeitsleben akzentuiert. Neben einem zu erwartenden Drang nach Sicherheit spüren die Menschen auch stark das Bedürfnis nach einer intakten Work-Life-Balance, mehr Flexibilität und Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit», sagt Robert Bertschinger, Geschäftsführer von Xing Schweiz.

 

Gesamtwirtschaftliche Situation bewegt

Befragt nach den Herausforderungen, die die Befragten zurzeit am meisten beschäftigen, liegt die Unsicherheit in Bezug auf die gesamtwirtschaftliche Situation an erster Stelle, gefolgt vom Bedarf nach zuverlässigen Informationen in der aktuellen Situation – bei den Herausforderungen sind sich die Befragten in allen drei Ländern einig.

 

Gute Noten für Arbeitgeber

Ihren Arbeitgebern stellen die Befragten in allen drei Ländern durchwegs ein gutes Zeugnis aus, vor allem in Bezug auf die Zusammenarbeit im Team, die Massnahmen bezüglich der Arbeitssituation sowie den Umgang des Arbeitgebers mit der Situation allgemein. Das Zeugnis der Deutschen für deren Arbeitgeber fällt allerdings deutlich schlechter aus als jenes der Schweizer und Österreicher.

 


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