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Think human – bereit für das nächste «Normal»?

Warum Unternehmen den Menschen in den Mittelpunkt von IT-Entscheidungen stellen müssen, damit die intelligente Transformation sich vollständig entfalten kann.
06. November 2020 Michaela Geiger

Die Corona-Pandemie wirkt wie ein Beschleuniger für die Digitalisierung. Doch viele Mitarbeitende fühlen sich von den Entwicklungen überrollt. Schnell mussten Unternehmen in den vergangenen Monaten Infrastrukturen für virtuelle Zusammenarbeit schaffen. Als Folge kommunizieren nun Mitarbeitende täglich auf vielen Kanälen – und laufen Gefahr, dabei den Überblick zu verliefen. Das Frustpotenzial ist hoch. Meist entscheiden die Kosten darüber, welche IT-Lösungen in Unternehmen angeschafft werden. Die Benutzerfreundlichkeit und Mitarbeiterbedürfnisse spielen dabei viel zu selten eine Rolle, belegt nun eine Studie des Computerherstellers Lenovo, für die rund 1000 IT-Entscheider in europäischen Ländern befragt wurden. Demnach haben Entscheider den Blick dafür verloren, was bei neuen Technologien für Beschäftigte wichtig ist.

In der Corona-Krise sind auch IT-Abteilungen unter Druck geraten. Viel schneller als zuvor mussten sie die digitale Transformation in ihren Organisationen vorantreiben. Doch Geschwindigkeit ist bei der Digitalisierung nicht alles. Wichtig sei es vielmehr, den Menschen verstärkt ins Zentrum digitaler Projekte zu rücken und an seinen Bedürfnissen auszurichten, so die Bilanz der Studie «Think human».  

Demnach stand bei der Einführung neuer Technologien lediglich bei 29 Prozent der Befragten die Benutzerfreundlichkeit an erster Stelle. Als Folge davon räumten 47 Prozent der Umfrageteilnehmer ein, dass ihre Mitarbeiter mit der Nutzung der eingeführten Software Probleme hatten. «Wenn eine Technologie zu komplex ist, dann wird sie sich im schlimmsten Fall negativ auswirken - sowohl auf die Produktivität als auch auf die Motivation», so die Studienautoren. Entsprechend gestiegen seien in vielen Fällen auch die Anfragen an die IT-Support-Kollegen (52 Prozent).

Zusammenfassend betonten die Studienautowren: «Ganz gleich jedoch, wie viel Budget für die Modernisierung der Unternehmenstechnologie ausgegeben wird, ihre Wirkung wird begrenzt bleiben, wenn Mitarbeitende sie nicht nutzen, Partner sich nicht mit ihr verbinden können oder Kunden sie nicht verstehen.» Das Gefühl, überfordert zu sein, werde anhalten und für einige Organisationen sogar noch schlimmer werden, wenn verschiedene Wege zur Modernisierung erprobt werden. «Technologie wird solange als Wegbereiter und gleichzeitig als Hindernis empfunden werden, bis deren Auswirkung auf den Menschen in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt wird.»

 

 


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