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VBZ, Roche und Swiss Re für innovative HR-Projekte ausgezeichnet

Zum zweiten Mal wurden drei innovative und zukunftsweisende HR-Projekte in der Schweiz mit dem "inHR award" ausgezeichnet. Der Preis würdigt Personen und Teams aus, die im HR-Bereich Pionierarbeit leisten.
29. Oktober 2019 - PD/MIG

Auf Initiative von Deloitte Schweiz, SAP Schweiz, NZZ und der Universität St. Gallen hat eine Experten-Jury zum zweiten Mal innovative HR-Projekte und -Initiativen in der Schweiz mit einem Award geehrt. Ziel des inHR awards ist es, Personen und Teams, die mit neuen und kreativen HR-Projekten Pionierarbeit leisten, zu identifizieren und ins Rampenlicht zu rücken sowie den Austausch zwischen HR-Fachleuten zu fördern. Die Ausschreibung stiess erneut auf reges Interesse. Nachdem die Jury die zahlreich eingereichten Projekte begutachtete, traf sich letzte Woche die Schweizer HR-Community zur zweiten Verleihung der inHR awards.

 

Die Gewinner sind…

In der Kategorie Talentvielfalt & Inklusion geht der inHR award 2019 an die VBZ für das Projekt «Job Box». Die Stadtzürcher Verkehrsbetriebe haben den herkömmlichen Informationsfluss bei der Berufswahl auf den Kopf gestellt. Statt auf Anfragen für den Beruf des Trampiloten zu warten, hat die VBZ diesen Beruf zu den interessierten Personen gebracht – und das auf eine ebenso ungewöhnliche wie innovative Art. Sie eröffnete an einem gut frequentierten Zürcher Platz den Pop-up-Store «VBZ Job Box», in dem erfahrene Trampilotinnen und -piloten aus ihrem persönlichen Berufsalltag erzählten. Interessierte konnten sich auf einer Fahrt im Berufsinfotram direkt hinter dem Cockpit mit Berufsprofis austauschen. Und auf echte Bewerberinnen und Bewerber wartete der «heisse Bewerberstuhl» für ein Jobinterview – natürlich in einem Tram. Die Jury würdigte den Ansatz der VBZ als «authentische und innovative Lösung, um Talentpools zu erschliessen, die sonst weniger erreicht werden». Nicht nur die Rekrutierung von Interessierten seien im Zentrum gestanden, sondern auch der Beruf des Trampiloten an sich.

 

In der Kategorie Neue Arbeit konnte Roche den inHR award 2019 entgegennehmen für ein Projekt, das darauf abzielt, einer grossen Organisation mit 100'000 Mitarbeitenden in rund 150 Ländern eine neue Denkweise und eine agilere Arbeitsweise zu vermitteln. Der Pharmakonzern nutzte dafür einen agilen Ansatz, der die Menschen neugierig auf Veränderungen macht, einschliesslich Veränderungen bei sich selbst. Mit dem gross angelegten Kulturwandel gingen ein Wandel im Führungsstil und die Berücksichtigung neuer Organisationsmodelle einher. Die Transformation zu einer agilen Arbeitsweise hat zu einer deutlichen Vereinfachung der Prozesse, einem stärkeren Engagement der Mitarbeitenden, besseren Geschäftsergebnissen und letztlich zu einer besseren Leistung für die Patienten geführt. Roche hat es in der Beurteilung der Jury geschafft, in geschäftsrelevanten Bereichen agile Arbeitsweisen einzuführen und dadurch die Effizienz und Effektivität in der Zusammenarbeit der verschiedenen Teams zu erhöhen. Der entscheidende Erfolgsfaktor: die Partizipation durch die ganze weltweite Organisation.

 

In der Kategorie HR (R)Evolution stand Swiss Re zuoberst auf dem Podest der inHR awards 2019. Die Auszeichnung verdient hat sich der Rückversicherer für die Umstellung des Vorgehensmodells im HR-Bereich auf Scrum. Dabei hat das Projektteam die gesamte Planung, die Definition von Rollen und Verantwortlichkeiten, die Entwicklung des Schulungsplans und die Implementierung mit einem Bottom-Up-Ansatz und geringer Beteiligung des Managements selbst gestaltet und vorangetrieben. Das Vorgehensmodell Scrum wurde in der ganzen Wertschöpfungskette im HR-Bereich mit dem Ziel eingeführt, die Effizienz zu steigern und einen Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen. Die ersten Ergebnisse sprechen für sich: Die Produktivität konnte um 64 Prozent gesteigert, die «time to market» um den Faktor drei beschleunigt werden. Die Jury lobte den Einsatz von Scrum in HR-Digitalisierung als «anschauliche Anwendung von agilen Methoden». Die enge Zusammenarbeit zwischen Business, HR-Strategen und HR-IT-Experten habe einen klaren Mehrwert sowohl für den HR-Bereich als auch für die Endbenutzer ergeben. Da neue Funktionalitäten schneller zur Verfügung stehen, können sie schnelle auf neue Anforderungen reagieren.

 

Der inHR award

Die Jury beurteilt die eingegebenen Projekte nach vier Kriterien. Neben dem Innovationsgrad eines eingereichten Projekts wird einerseits sein Nutzen für die Organisation und seine Relevanz für weitere Kreise beurteilt, andererseits seine konkrete Umsetzung und damit einhergehende Begleitmassnahmen. Die Beschreibung und Darstellung des eingegebenen Projekts bilden das vierte Kriterium. Die Jury rekrutiert sich aus dem Kreis der Initianten. Damit ist Expertenwissen aus Fachberatung, Technologie, Forschung und Kommunikation im Preisgericht vertreten.


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