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Verwaltungsaufwand drosselt Produktivität

Die Schweiz zählt beim Zeitaufwand für Verwaltungstätigkeiten zu den Schlusslichtern in Europa. Das zeigen Ergebnisse der Studie «We Power the Nation», die auf einer Umfrage unter 3000 Unternehmen in zwölf Ländern basieren.
23. Oktober 2019 - PD/MIG

Die unabhängige Studie realisierte YouGov im Auftrag von Sage, Anbieter für cloudbasierte Unternehmenslösungen, in zwölf Ländern, darunter die europäischen Länder Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Spanien und die Schweiz. Sie hebt die Folgen der international politischen Unsicherheit auf den Handel hervor und zeigt, wie sich Technologie und Digitalisierung auf die Produktivität der Unternehmen auswirken. Während rund die Hälfte der befragten Schweizer Unternehmen eine Zunahme des Handels im kommenden Jahr erwartet, zählt die Schweiz beim Zeitaufwand für die Administration zu den Schlusslichtern.

In den zwölf befragten Ländern beträgt der Zeitanteil, der während einer durchschnittlichen Arbeitswoche für unproduktive administrative Aufgaben aufgewendet wird, 5,2 Prozent. Das betrifft Zeitaufwand etwa für das Mahnwesen, die Bearbeitung von Rechnungen oder Personalaufgaben, der durch den Einsatz von Technologie und digitalen Tools reduziert werden könnte. Die Schweiz liegt mit 7 Prozent an drittletzter Stelle. Nur Frankreich (7,5 Prozent) und Spanien (10,5 Prozent) weisen noch höhere Werte auf.

30 Prozent der Schweizer Unternehmen nutzen nach der Studie bereits Cloudtechnologie für administrative Aufgaben wie Löhne, Buchhaltung und HR. Im Vergleich zu den anderen befragten Ländern liegt die Schweiz hier auf dem letzten Platz. Jedoch planen 26 Prozent der befragten Unternehmen in den nächsten zwei Jahren den Umstieg auf cloudbasierte Lösungen.

Generell zeigt die Studie auf, dass das globale «Productivity Puzzle» noch lange nicht gelöst ist. Der Gesamtbetrag der wirtschaftlichen Wertschöpfungsverluste, die in den letzten zwölf Monaten durch administrative Tätigkeiten entstanden sind, belief sich auf 446 Milliarden Pfund (568,6270 Milliarden CHF) was einem Anstieg von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.


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