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Wie Social Collaboration die HR-Rolle verändert

Was ist Social Collaboration? Und was soll eine andere Art der Zusammenarbeit im Unternehmen bewirken? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer HR Bern-Weiterbildung Ende Oktober 2019.
11. November 2019 - Ann Bosshard, HR Bern* Vorstandsmitglied

Wie die Referentin des HR Bern-Seminars Michaela Geiger, Chefredaktorin der HR-Fachzeitschrift Persorama und der Content-Plattform www.hr-swiss.ch, erläuterte, versteht man unter Social Collaboration generell die Kooperation über Plattformen und andere Tools. Diese seien künftig das virtuelle Rückgrat von Unternehmen.

Ziel ist es, angesichts der zunehmend komplexen Anforderungen im Business-Umfeld die Vernetzung der Zusammenarbeit innerhalb eines Unternehmens und in externen Netzwerken zu intensivieren. Social Collaboration ist dabei nicht nur eine Frage, welche Technik eingesetzt wird, sondern wirkt sich auch nachhaltig auf die Organisation (Prozesse & Strukturen) und die Menschen (Kultur) aus. «Die Fähigkeit von Mitarbeitenden zu mehr Kommunikation und Kooperation wird zum Erfolgsfaktor für Unternehmen», erläuterte Michaela Geiger.

Erleichtert wird mit Social Collaboration zum Beispiel der hierarchie- und funktionsübergreifende Austausch im Unternehmen. Eine Veränderung der Arbeitskultur beinhalte allerdings viele kleine Transformationsschritte und fordere Führungskräfte in hohem Mass heraus, so die Referentin. Das Engagement der Mitarbeitenden hänge wesentlich von der Motivation und Vorbildern in der Führungsebene ab. HR und interne Kommunikation seien Treiber und Gestalter des Wandels auf den Ebenen Kultur und Organisation.

 

Social Collaboration steigert Arbeitseffizienz

HR-Profis haben hier eine wesentliche Gestaltungsaufgabe. Mit Social Collaboration-Tools lässt sich gemäss der Social Collaboration Studie 2019 von Campana & Schott die Arbeitseffizienz um bis zu 50 Prozent steigern und jeder Zweite profitiert vom Aufbrechen bestehender Abteilungen. Social Collaboration verändert die HR Rolle insofern, dass nicht mehr Arbeitsstrukturen und -prozesse im Mittelpunkt stehen, sondern HR als Gestalter einer neuen Unternehmenskultur gesehen wird. HR agiert als Ermöglicher und Facilitator sowie nebst anderem als Consultant und Lernbegleiter sowie als Förderer der kollektiven Intelligenz.

Die Wirkung von Social Collaboration ist vielseitig. Deren Konzepte und Ideen tragen zur Verbesserung der internen Kommunikation bei. Es ist nachzuweisen, dass gute Kommunikation das Vertrauen und die Loyalität im und rund um das Unternehmen stärkt. Social Collaboration unterstützt HR-Profis auch dabei, Business-Herausforderungen zu lösen – zum Beispiel im Prozess- und Projektmanagement, beim Austausch von Wissen, in der Projekt- und Teamvernetzung und bei HR-Aufgaben inklusive Qualifizierung, Weiterbildung und Innovationsmanagement.

Das Fazit von Michaela Geiger: «Die digitale Transformation gelingt nur mit digitaler Zusammenarbeit und das Hauptziel der Social Collaboration ist es, sich selbst und andere in die Lage zu versetzen, niedrigschwellig miteinander zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.»

 

 

*HR Bern – Fachverband für Human Resources ist mit über 900 Mitgliedern die grösste HR-Netzwerkorganisation in der Region Bern Mittelland und steht HR- sowie Ausbildungsfachleuten aus Wirtschaft und Verwaltung offen. Der Verband wurde 1956 unter dem damaligen Namen «BGP Berner Gesellschaft für Personalmanagement» gegründet. Nebst dem Erfahrungsaustausch innerhalb regionaler Gruppen (Netzwerke Bern, Oberaargau-Emmental, Seeland, Oberland und young@hrbern) profitieren die Mitglieder auch von attraktiven Weiterbildungsangeboten sowie weiteren Vorteilen.


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